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Der rote Faden im Unterricht von Mayra und Jonny

Das Konzept von Mayra und Jonny für die Zeit bis Ende dieses Jahres kann man in einem einfachen Satz definieren: Der Tango ist natürlich.

Der Tango ist ursprünglich ein Volkstanz, der in der Familie, im Freundeskreis und in den Vierteln von Buenos Aires getanzt wurde. Er gab dem Menschen eine Möglichkeit, sich auf natürliche Art und Weise auszudrücken. Das Tangotanzen wurde durch Mundpropaganda und ohne Tanzschulen verbreitet.

Irgendwann kam der Tango aus seiner ursprünglichen Umgebung heraus, wurde akademisiert, strukturiert, hauptsächlich im Ausland vermarktet und verlor einen großen Teil seines ursprünglichen Charakters.

 

Der ursprüngliche Tango war vor allem

  • eine Umarmung,
  • der Wille von zwei Menschen, eine Tanda in einem Tanzsaal miteinander zu teilen
  • er war eine Kommunikation mit den Körpern und zweifellos eine Frage der Chemie und der Hingabe

Wie können wir auf natürlicher Weise unseren Tanz verbessern, weiterentwickeln?

  • Wir müssen nicht alle Figuren / Bewegungen von Anderen kopieren (die vielleicht gar nicht zu uns passen)
  • Die Aufgabe ist viel mehr, den eigenen Körper zu verstehen und ihn als Instrument auf der Suche nach eigenen Bewegungen zu verwenden
  • Wir müssen lernen, den Körper des anderen als Ergänzung zum eigenen Tanzen zu verwenden.

Was muss der Mann in diesem Kontext lernen?

  • Er muss eine natürliche und angenehme Umarmung anbieten
  • Er muss führen können
  • Er muss die Partnerin schützen
  • Er muss insgesamt für ein angenehmes Gefühl der Partnerin sorgen

Was muss die Frau lernen?

  • Sie muss ebenfalls eine natürliche, angenehme Umarmung anbieten
  • Sie muss das Abwarten lernen
  • Sie muss sich hingeben
  • Sie muss begleiten

„Im Tango ist der Mann der Rahmen, die Frau ist das Bild“

(Er umsorgt sie und ermöglicht ihr, schön und elegant zu tanzen)

Das Bild zeigt einen wunderschönen Tango-Moment mi der Tänzerin Rita Caldas – verewigt im Tangokalender 2015 von Oliver Richter.

Die Umarmung / die Verbindung

Die Umarmung im Tango ist wie ein Sicherheitsgurt im Auto. So lange ich nicht in der Gefahrenzone bin, kann ich mich bequem in Ihr bewegen. Wenn man aber eine tragende oder schützende Verbindung braucht, muss die nötige Energie sofort da sein.

Aus technischer Sicht ist die Verbindung ein ständiger Energiefluss zwischen den Partnern. Er muss immer da sein. Er verändert sich aber während des Tanzes als Konsequenz der getanzten Bewegungen.

Aus der Sicht der sinnlichen Wahrnehmung muss zuallererst eine echte Umarmung und nicht eine „Tanzstruktur“ da sein.

Empathie

Um die Natürlichkeit im Tanz zu finden ist es notwendig, den eigenen Körper zu kennen aber auch das, was bei dem Anderen ankommt. Wenn wir anfangen zu tanzen ist unsere Aufgabe, den Anderen möglichst schnell zu „scannen“, um so

  • die Energie entsprechend zu dosieren,
  • die optimale Umarmung zu finden,
  • meinen eigenen Freiheitsgrad in der Bewegung zu finden

und noch was…

Vergiss die Strukturen, tanze aus der Empfindung und dem Gefühl heraus und setze dieses Gefühl in Bewegung um. Um natürlich zu tanzen, müssen wir das Körper-Gedächtnis aktivieren und das mentale Gedächtnis für eine Weile ruhen lassen, denn

„Tango ist ein Gefühl, das man tanzt“

 

 

Neue Videos von Mayra und Jonny – jetzt in HD

Nuevos Videos de Mayra y Jonny – ahora en alta definición

 

Gallo Ciego / Würzburg

Loca / Erlangen

Milonga/ Würzburg

 

Continuaremos en Breve subiendo nuevos Videos aquí!

In Kürze werden wir hier neue Videos laden!